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Meldungen 2014

11.12.2014: Streifen-Streit

Mit ihrem Artikel Stadtteil-Runde hält neuen Radfahr-Streifen für überflüssig. Das Rathaus will Radlern die Geibelstraße entgegen der Einbahnstraße öffnen. Das ist unnötig, finden die Gablenzer Bürgervertreter. hat die Freie Presse am 5. 12. ein Thema angeschnitten, zu dem uns mehrere E-Mails erreichten. Heute zeigt die Leserbriefseite weitere Meinungen.

Grundsätzlich befürworten wir den Radverkehr auf der Fahrbahn: Asphaltierte Oberfläche, klare Verkehrsführung und gute Sichtbarkeit schaffen Sicherheit und ermöglichen bequemes und schnelles Fahren. Auch die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung ist ein erklärtes Ziel. Radverkehrsförderung muss auch eine Politik der kurzen Wege sein, denn das muskelkraftgetriebene Verkehrsmittel Fahrrad reagiert sensibel auf Umwege.

Die Geibelstraße kann bergwärts bereits vom Radverkehr genutzt werden. Die Fahrbahn ist breit genug für ein gefahrloses Überholen, so dass hier eigentlich keine Konflikte entstehen sollten. Welche Führung ist jedoch talwärts die beste? Wenn die Fahrbahn freigegeben wird, sollten Radfahrer einen Sicherheitsabstand zu den parkenden Autos einhalten. Dann wird das Überholen der bergwärts fahrenden jedoch schwierig - ein Quell von Konflikten.

Ein Schutzstreifen verleitet zudem, zu nahe am Rand zu fahren. Den meisten Verkehrsteilnehmern ist nicht bewusst, dass dies kein Sonderweg ist und der Streifen deshalb bei Notwendigkeit (wenn z. B. der Abstand zu parkenden Fahrzeugen sonst zu gering ist) auch verlassen werden darf. Entgegenkommende Fahrzeuge müssen deshalb einkalkulieren, dass Radfahrer die Schutzstreifenmarkierung überfahren.

Schutzstreifen in der Geibelstraße sind deshalb nicht sinnvoll.

Aus Radfahrersicht ist der freigegebene Fußweg - abgesehen von der zu geringen Breite - talwärts ein Kompromiss, der je nach Wetterlage (wird der Weg geräumt?) und Verkehrsaufkommen besser oder schlechter funktioniert. Ob also eine Freigabe der Einbahnstraße sinnvoll ist, muss abgewogen werden. Unter den Stimmen, die sich bisher zu Wort meldeten, waren jedoch noch keine, die die Geibelstraße als Fußgänger benutzen.

Ralph Sontag

25.11.2014: Fahrradklimatest

Nur noch wenige Tage Tage läuft der Fahrradklimatest des ADFC auf www.fahrradklima-test.de. Immerhin: Chemnitz „ist drin” - die Stimmenzahl reicht für eine Auswertung. Aber: Je mehr, je besser. Mit jedem weiteren Teilnehmer wird der Überblick über die Meinung der Chemnitzer Radfahrer über ihre Stadt genauer. Und mit jedem weiteren Teilnehmer signalisieren wir: Es gibt Radverkehr in Chemnitz, der bei Planung und Instandhaltung beachtet werden muss! Also: Macht bitte mit!

Wir haben deshalb Flyer verteilt, um auch diejenigen zu erreichen, die „nur” radfahren - und unsere Webseiten, Zeitungen, Twitter-Accounts usw. nicht verfolgen. Falls jemand den Flyer nicht braucht - vielleicht findet sich ein anderes Rad, ein anderer Radfahrer?

Ganz besonders gilt die Aufforderung zum Mitmachen für Leser aus Meißen, Bischofswerda, Grimma, Kamenz oder Eilenburg! Dort fehlen nur noch wenige Stimmen, damit auch diese Städte mit in die Auswertung gelangen.

Ralph Sontag

07.10.2014: Erhöhung der Verkehrssicherheit?

Eva Jähnigen (Bündnis 90/Grüne) richtete eine Kleine Anfrage an die sächsische Staatsregierung. Die Fragen kreisen im Wesentlichen um die Radverkehrssicherheit.

Frau Jähnigen schreibt „Ein großer Anteil von Radverkehrsunfällen entsteht durch eine unsichere Wegführung und schlechte Blickbeziehung an Knotenpunkten. Oft könnten bauliche Veränderungen die Verkehrssicherheit des Radverkehrs erhöhen.” Und sie fragt: „Frage 2: Wie kontrolliert die sächsische Polizei den Überholabstand zwischen Autofahrern und Radfahrern sowie den Schulterblick rechtsabbiegender Autofahrer?”

Die Frage ist sehr berechtigt, denn Prof. Dr. Ing. Reinhold Maier untersuchte im Auftrag der Stadt Chemnitz die Situation in unserer Stadt. In seiner „Zustandsanalyse 2011” schreibt er auf S. 25: „Desweiteren wurde das Schulterblickverhalten von insgesamt 3.285 rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugführern an 10 Knotenpunktzufahren mit Lichtsignalanlage [...] ausgewertet. Unabhängig vom Auftreten nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer zeigte sich, dass
* 55 % der KfzFührer nicht sichern
* 45 % der KfzFührer durch Schulterblick sichern”

Die Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf Frau Jähnigens Frage lautet: ”Eine Verfolgung von Verstößen gegen §5 Absatz 4 bzw. §9 Absatz 3 der Straßenverkehrs-Ordnung erfolgt durch die Polizei überwiegend in Zusammenhang mit der Aufnahme von Verkehrsunfällen.”

Anders ausgedrückt: Kontrollen finden nicht statt.

Ralph Sontag

26.09.2014: Fahrradmitnahme: Keine gute Zukunft in Mittelsachsen

Der VMS (Verkehrsverbund Mittelsachsen) hat neue Triebzüge vom Typ Coraia Continental der Fa. Alsthom bestellt. Sie sollen ab Juni 2016 auf den Strecken Dresden-Freiberg-Chemnitz-Zwickau-Plauen-Hof und Chemnitz-Riesa-Elsterwerda alle Doppelstockzüge ersetzen. Die neuen Triebwagen stellen für den Fahrradtransport einen deutlichen Komfortverlust im Vergleich zu den bewährten Doppelstockwaggons dar. Das Platzangebot für Fahrräder, aber auch Rollstühle und Kinderwagen sinkt um etwa 50%.

Fahrgäste mit Fahrrädern müssen sich bei diesem Zugtyp zunächst an einer großformatigen Toilette vorbeiquetschen, um in das Abteil für Fahrräder zu gelangen. Damit nicht genug: In dem Abteil befinden sich Klappsitze, die - wie der Name schon vermuten lässt - von anderen Fahrgästen zum Sitzen benutzt werden, was immer wieder zu Konflikten, wenig Flexibilität und ständigen Stauungen im Waggon führen wird. Familien- oder Gruppenausflüge mit Rädern werden immer komplizierter. Kommen noch Kinderhänger hinzu, wird es echt schwierig bis unmöglich.

Auf Anfrage erhielt der ADFC vom VMS die Antwort: „Sollte sich im Einsatz der neuen Fahrzeuge zeigen, dass die vorhandenen Kapazitäten für Fahrräder dauerhaft nicht ausreichen, können diese - zu Lasten der Sitzplatzkapazitäten - erweitert werden.”

Innerhalb des VMS ist die Fahrradmitnahme kostenlos - der Platz dafür wird knapper werden.

Bernd Rößiger

25.09.2014: Umweltzentrum geht in Erbpacht

Ein langer Weg findet sein Ende: Der Trägerverein des Umweltzentrums kann das Haus an der Henriettenstraße per Erbpachtvertrag weiter nutzen. Der Dank gilt vielen engagierten Unterstützern, die immer wieder auf Politik und Verwaltung einwirkten. Nun liegt ein Beschluss der Verwaltungs- und Finanzausschusses des Stadrates vor, und für die Nutzer des traditionsreichen Hauses - also auch für den ADFC - zieht endlich Rechtssicherheit ein.

Ralph Sontag

24.09.2014: Das schafft keiner!?

Als es um eine Radspur auf der Wolgograder Allee geht, zitiert die Freie Presse den SPD-Abgeordneten Detlef Müller mit den Worten „Den steilen Berg fährt doch niemand hoch.” Nun, von niemand kann keine Rede sein - das lässt sich leicht überprüfen. Man zählt hier allerdings weniger Räder als im Stadtpark.

Bessere Schaltungen und leichtere Räder lassen Berge in den Augen der Radfahrer immer flacher werden. Sollten die Verbreitung von E-Bikes anhalten, wird der Anteil der Bergfahrer noch weiter zunehmen. Herr Müller zeigt hier wenig Verständnis für die Entwicklungen des Radverkehrs. Die auch von der SPD mitgetragene Radverkehrskonzeption hat einen klaren Standpunkt: „Grundsätzlich sind alle Straßen so zu gestalten, dass sie sicher und komfortabel für den Radverkehr nutzbar sind.” Welche Verkehrsführung dann gewählt wird, ist eine andere Frage, und bergab, wo Radfahrer hohe Geschwindigkeiten erreichen, ist eine separate Radspur sicher unnötig.

Ralph Sontag

04.09.2014: Unsere Straßen, unsere Wahl

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Europäische Mobilitätswoche 2014 vom 16. bis 22. September
vollständiges Programm (PDF)
Besonders hervorzuheben:

Ausstellung „Radlust”
Mit der Kernbotschaft „Einfach aufsteigen und losradeln”? will die Ausstellung Freude am Radfahren vermitteln. Die Lust, das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel zu nutzen, soll auf pfiffige Art und Weise geweckt werden.
16. - 25.9.2014, Rathauspassagen

Vortrag „Neue Straßenbahnen als Motor für Stadtgestaltung und Innenstadtentwicklung”
mit anschl. Podiumsdiskussion.
Pascal Rieht, Leiter der Stelle für Mobilität in der Stadt Mulhouse, widmet sich dem Thema Straßenbahn und Stadtgestaltung. Es erfolgt eine Darstellung der Erfahrungen mit der Rolle und der Entwicklung der Straßenbahn als Motor der Stadt- und Straßenraumgestaltung in Mulhouse.
Di. 16.09.2014, neue sächsische Galerie im DAStietz

Mobilitätstag
Infomobil zum Chemnitzer Modell, Busschule, Rollstuhl-Parcours, Spezialräder für Menschen mit Handicap zum Aus-probieren, kleine Aufgaben mit Simulationsgeräten oder -brillen, Interaktive Busreise mit verschiedenen Haltestationen zu interessanten und außergewöhnlichen Sportmöglichkeiten der Chemnitzer Vereine, Fahrten mit der Historischen Straßenbahn, Fahrradversteigerung des Fundbüros
Fr. 19.09.2014, 10.00 - 14.00 Uhr Neumarkt

4-Flüsse-Radtour
Auf dem Flöhatalradweg bis Pockau und weiter durch das Schwarzwassertal vorbei an Pobershau bis nach Kühnhaide. Nach Überquerung der Grenze bei Reitzenhain weiter in westli-che Richtung auf dem Erzgebirgskamm vorbei am Hirtstein und Haßberg zur Preßnitztalsperre. Von hier über Wolkenstein und Scharfenstein bis nach Zschopau entlang der Flüsse Preßnitz und Zschopau. Über Weißbach zurück nach Chemnitz. (130 km)
Sa. 20.09.2014, Treff 8.00 Uhr am Gablenzplatz

Ralph Sontag

02.09.2014: Radlust in Chemnitz

Bilder. Worte. Emotionen.
Einfach aufsteigen und losfahren ... - die Ausstellung Radlust weckt vom 15.9. bis zum 26.9 im Lichthof der Rathauspassagen die Freude am Radfahren. Großformatige Bilder machen Lust, einfach aufzusteigen. Einfach mal vorbeischauen und etwas gute Laune für die Heimfahrt - hoffentlich per Rad - tanken!

Ralph Sontag

19.08.2014: Planänderung der Tour am 23. 8. 2014

Letztes Jahr hat der Regen uns die „Runde zum Runden Kuchen” vermasselt, dieses Jahr ist es Adelheids Tochter - sie heiratet! Statt für uns muss Adelheid nun für die Hochzeitsgäste die runden Kuchen backen. Nächstes Jahr starten wir wieder einen neuen Versuch, für dieses Jahr gibt's also eine Ersatztour:
„Zschopautal und Striegistal”
Treffpunkt, Zeit und auch Streckenlänge/Schwierigkeitsgrad sind unverändert:
8 Uhr Zeisigwaldschenke, 100 km, 1250 Höhenmeter. Am Vormittag machen wir ein Rucksackpicknick, am frühen Nachmittag kehren wir im Waldhaus Kalkbrüche ein.

Jens Ulrich Groß

14.08.2014: Diese Wahl kann ins Auge gehen

Jetzt hängen sie wieder an fast allen Masten, die Wahlplakate. Weil aber die Masten oft ohne seitlichen Abstand an Radwegen stehen (zu Fahrbahnen haben sie 30 oder an Hauptstraßen auch 50 cm Sicherheitsabstand), ragt die Werbung weit in den Lichtraum des Weges hinein und verringert den Platz, der oft nur den Minimalanforderungen der „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen” genügt, noch mehr.

Besonders heimtückisch sind dabei Exemplare wie dieses an der Annaberger Straße. Hier im Sonnenlicht ist der Kabelbinder noch erkennbar. In der abendlichen Dämmerung, bei leichtem Nieselregen, stellt dieses Teil jedoch eine gefährliche Falle auf Augenhöhe dar. Der Plastikspieß verschwimmt dann praktisch vor dem Hintergrund, die Aufmerksamkeit des Radlers wird vom übrigen Verkehr und der baustellenbedingten Verkehrsführung voll in Anspruch genommen.

Es ist durchaus spannend anzusehen, welche Partei dem Radverkehr welche zusätzlichen Gefahren zumutet.

Ralph Sontag

23.07.2014: Arbeiten am Pfortensteg

In Chemnitz wird gebaut - derzeit an vielen Stellen. Immerhin ist oft auch der gute Wille zu erkennen, dem Radverkehr eine Ausweichroute anzubieten. Nur bleibt das Ergebnis leider zweifelhaft.

Umfangreiche Arbeiten am Pfortensteg machen die Brücke über den Kappelbach unpassierbar. Nordwärts fahrende Radler werden deshalb (siehe Bild) hingewiesen: „barrierefreie Umleitung der Fabrikstraße über die Bierbrücke”. Abgesehen davon, dass nicht jeder (insbesondere kein auswärtiger) Radler die Bierbrücke kennt (sie ist auch nicht weiter ausgeschildert), landet man dann auf der Theaterstraße und muss notgedrungen den linksseitigen Fußweg benutzen - eine Verhaltensweise, deren Unfallträchtigkeit in den letzten Tagen leider andernorts mehrfach bewiesen wurde.

Wer hingegen in südlicher Richtung unterwegs ist, gelangt auf einen provisorischen Weg, der angesichts des knappen Platzes eine hervorragende Lösung ist. (So was hatten wir uns monatelang am unterbrochenen Chemnitztalradweg gewünscht). Ein Umleitungsschild (siehe Bild) führt schlussendlich wieder auf die richtige Route.

Praktisch fährt kaum jemand die nordwärtige Umleitung zweimal - man trifft und arrangiert sich auf dem Provisorium neben der Baustelle.

Ralph Sontag

18.07.2014: Räder müssen zwei Bremsen haben - Fixies gehören nicht auf die Fahrbahn!

Die Polizeidirektion Chemnitz meldet:

Lichtenau - Jugendlicher Radfahrer schwer verletzt
(Fi) Am Donnerstag, gegen 14.55 Uhr, befuhr ein 16-Jähriger mit seinem Fahrrad die Hauptstraße im Ortsteil Oberlichtenau von Garnsdorf in Richtung Niederlichtenau. Ausgangs einer Rechtskrümme mit leichtem Gefälle geriet er zu weit nach links und kollidierte mit einem entgegenkommenden Chevrolet Matiz (Fahrerin: 37). Der 16-Jährige erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Die Pkw-Fahrerin blieb unverletzt. Auf ca. 3 000 Euro wurde die Höhe des insgesamt entstandenen Sachschadens geschätzt. Die Hauptstraße war bis gegen 16.45 Uhr an der Unfallstelle gesperrt.

Wie uns bekannt wurde, handelt es sich bei dem Fahrrad um einen Eigenbau mit Freilauf und ohne Bremsen, das nur mit den Füßen auf der Fahrbahn hätte gebremst werden können. Solche Fahrräder gehören nicht in den öffentlichen Straßenverkehr!

Speziell betrifft das auch „Fixies” ohne reguläre Bremse, die man nur verzögern kann, indem man gegen die Drehrichtung der Pedale tritt.

17.07.2014: Wo fahren?

Gleich zwei Unfälle auf Rad- und Fußwegen meldete die Polizeidirektion Chemnitz am Dienstag:

OT Kapellenberg - Kollision mit Radfahrer
(Ki) Die Fahrerin (19) eines Pkw Ford fuhr am Dienstagmorgen, gegen 7.20 Uhr, auf der Zwickauer Straße stadteinwärts. Beim Rechtsabbiegen in die Reichsstraße stieß der Ford mit einem Radfahrer (31) zusammen. Der Mann befuhr entgegengesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung den Radweg und die Furt stadtauswärts. Bei dem Zusammenstoß wurde der Zweiradfahrer leicht verletzt. Auf rund 1 500 Euro beziffert sich der Gesamtsachschaden bei dem Unfall.

OT Bernsdorf - Mit Radfahrerin zusammengestoßen
(Ki) Zum Zusammenstoß zwischen einer Radfahrerin (24) und einem Pkw Rover (Fahrer: 44) kam es kurz vor 8 Uhr auf der Zschopauer Straße. Beim Ausfahren aus einer Grundstücksausfahrt stieß das Auto mit der jungen Frau auf dem Rennrad zusammen, die auf dem linken Fußweg der Zschopauer Straße stadteinwärts fuhr. Sie stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. Sachschadensbilanz bei diesem Unfall: ca. 1 500 Euro.

Wenn die Schilderungen stimmen, sind die Unfälle für Rad- und Fußwege typisch: Fahrzeuge aus Einfahrten fahren oft bis zum Fahrbahnrand vor, ohne ausreichend auf Radfahrer zu achten, und die wiederum können angesichts der geringen Breite des Wegs dem plötzlich auftauchenden Hindernis nicht ausweichen.

Geisterfahrer erhöhen die Gefahren zusätzlich, weil andere Fahrzeugführer nicht mit ihnen rechnen. Gerade beim Abbiegen haben diese schon genug damit zu tun, auf die rechts neben ihnen in gleicher Richtung geradeaus Fahrenden zu achten. Wer links fährt (ohne dass der Fußweg dafür freigegeben wurde bzw. sogar ein benutzungspflichtiger Radweg besteht), gefährdet sich und andere.

Darum:
Geisterfahren ist gefährlich!
Radfahrer gehören nicht auf den Fußweg!

Wo man als Radfahrer zu fahren hat, wurde von Chris Hübsch zusammengetragen und kommentiert - ein empfehlenswerter Artikel!
Übersichtlicher findet man die Fakten im Verkehrrecht für Radfahrer vom ADFC.

Geändert: 18. 7. 2014

16.07.2014: Gefährlicher Ratgeber

Auf ihrer gestrigen Ratgeberseite thematisierte die Freie Presse die Situation von Radfahrern, die vom Radweg auf die Fahrbahn wechseln. Bei so einem Wechsel darf der übrige Verkehr nicht behindert werden, was durch ein zitiertes Gerichtsurteil nochmals untermauert wurde.

Illustriert wurde der Text durch ein Bild, in dem ein auf dem Radweg geradeaus fahrender Radfahrer beinahe mit einem Rechtsabbieger zusammenstößt. Das ist jedoch eine völlig andere Situation. Rechtabbieger haben den geradaus fahrenden Verkehr passieren zu lassen! Hier hat der Radfahrer Vorfahrt!

Die Überschrift in Verbindung mit dem Bild einer völlig anderen Situation führt unweigerlich zur Verwirrung. Der sicher gut gemeinte Artikel zeigt vor allem, dass die Regeln selbst für Journalisten schwer zu verstehen sind und Radwege nicht die Sicherheit bieten, die ihnen gern zugeschrieben wird.

17.06.2014: Bundesgerichtshof hebt umstrittenes Helmurteil auf

Kein Mitverschulden wegen Nichttragens eines Fahrradhelms

Der Bundesgerichtshof hat heute entschieden. Nach der Pressemitteilung des Bundesgerichtshofes führt das Nichttragen eines Fahrradhelmes nicht zu einer Anspruchskürzung wegen Mitverschuldens. Für Radfahrer ist das Tragen eines Schutzhelms nicht vorgeschrieben.

Insbesondere wird auch argumentiert, dass das allgemeine Verkehrsbewusstsein zum Unfallzeitpunkt nicht gegeben war, weil nur 11% der Fahrradfahrer einen Schutzhelm trugen.

Das Urteil nimmt keinen Bezug darauf, dass es bislang keine evidenzbasierten Nachweise für eine Schutzwirkung der Fahrradhelme gibt. Siehe dazu auch die Argumente gegen die Helmpficht.

05.06.2014: Tourenimpressionen

Die Bilder der letzten Touren und vielem mehr sind auf Flickr hochgeladen und auf unserer Facebook-Seite verlinkt - have fun!

Wenn ihr auch Bilder habt, könnt ihr die per E-Mail an year24front@photos.flickr.com direkt an unseren Flickr senden, wir ordnen die Bilder den entsprechenden Alben zu und schalten sie frei.

Thomas Lörinczy

27.05.2014: Polizeikontrolle - mit Unterton

„Polizeikontrolle: Mehr als jedes zweite Rad weist Mängel auf.
Scheinwerfer, Klingel, Rückstrahler? An der Uni haben Beamte die Verkehrstauglichkeit von Fahrrädern geprüft.”

Mit dieser Überschrift leitet die Freie Presse einen Artikel über eine Verkehrskontrolle an der Reichenhainer Straße ein. Keine Frage: Es gibt Regeln, an die wir uns halten müssen. Selbst wenn einige der Vorschriften hinterfragt werden sollten, ist das keine Entscheidung, die jeder individuell trifft.

Doch der Artikel transportiert noch eine andere Botschaft: “Immer mehr Radfahrer unter den Opfern von Verkehrsunfällen” heißt es in einer Box und suggeriert damit, dass die nicht verkehrsgerecht ausgestatteten Räder etwas damit zu tun haben. Das stimmt nur selten: Helltönende Glocken sind nicht unfallrelevant, und selbst eine unvollständige StVZO-gerechte Beleuchtung kann für kaum einen Unfall verantwortlich gemacht werden.

Wir freuen uns über einen steigenden Radverkehrsanteil - und natürlich zeigt sich das leider auch in einem Anstieg der Unfallzahlen. Der ist übrigens nicht proportional, wie die Verkehrswissenschaftler wissen: Je mehr Radfahrer unterwegs sind, desto sicherer ist es für den Einzelnen.

Sicherheit gewinnt man nicht (nur) durch ein verkehrssicheres Fahrrad. Weitaus wichtiger ist ein Gespür für die Gefahren im Straßenverkehr - beispielsweise auch für die konfliktträchtigen Stellen, die mit der Anlage von Radwegen geschaffen werden - siehe z.B. den Beitrag im Sachsen-Fernsehen über gleich zwei Unfälle an einem Tag an der Kreuzung Bahnhofstraße/Augustusburger Straße.

Radfahren ist weitaus weniger gefährlich, als uns suggeriert wird, und je mehr Menschen das verstehen und auf's (verkehrsgerechte) Rad steigen, desto sicherer sind wir alle unterwegs.

Ralph Sontag

27.05.2014: Transporträder heute

Vom 26. Mai bis 14. Juni 2014 gastiert die Wanderausstellung des ADFC im Chemnitzer Vita-Center, Wladimir-Sagorski-Straße 22.
Waschmaschine? Zimmerpalme? Kind und Kegel? Anderswo sind das alles durchaus normale Transportanforderungen für ein Fahrrad. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Möglichkeiten heutiger Räder beim Transport von Waren und Personen.

21.05.2014: Denk-Würdige Wende

Heute wurde am Umweltzentrum, Henriettenstraße 5, eine Gedenktafel durch die Sächsische Hans-Carl-von Carlowitz-Gesellschaft e.V. angebracht. Gestaltet von Bildhauer Volker Beier enthält sie einen von Pfarrer Magirius entworfenen Text, der an die friedliche Revolution in der DDR erinnert. Das Gebäude war das erste, das die Staatsicherheit räumen musste. Von der StaSi wurde es vor allem für technische Dienste genutzt. Am 14.2.1990 beschloss der Runden Tisch der Stadt, in der Henriettenstraße 5 ein Umweltzentrum einzurichten.

In ihren Reden erinnerten Manfred Hastedt und Stephan Brenner an die Zeit des Aufbruchs, als die Geheimnisse des vorderen Kassbergs plötzlich öffentlich wurden.

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16.05.2014: Wahlprüfsteine: Update

Zu unseren Wahlprüfsteinen hat auch die SPD Antworten geschickt, die uns allerdings erst heute erreicht haben.

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16.05.2014: Gedenktafel am Umweltzentrum

Am Mittwoch, den 21. Mai 2014, 13:00 Uhr wird an Umweltzentrum, Henriettenstraße 5, eine Gedenktafel durch die Sächsische Hans-Carl-von Carlowitz-Gesellschaft e.V. angebracht. Anlass ist das Gedenken an die friedliche Revolution von 1989 und den Beitrag der Friedens-und Umweltgruppen, deren Beitrag damit gewürdigt werden soll.
Das Gebäude war das erste, das die Staatsicherheit räumen musste. Am 14.2.1990 wurde am Runden Tisch der Stadt beschlossen, in der Henriettenstraße 5 ein Umweltzentrum einzurichten. Nur kurze Zeit später bezog auch der ADFC seine Geschäftsstelle in diesem Haus und unterhält sie bis heute.
Die Ansprache hält Herr Pfarrer Stephan Brenner.

06.05.2014: (Nichts) Neues vom Chemnitztalradweg

Hier soll nach dem Willen der Stadtverwaltung nichts mehr gehen. Bemerkenswert, das Befahren des Chemnitztalradweges zwischen dem Abzweig zur Glösaer Kirche und der Bornaer Straße verhindert werden soll. Massive Hindernisse bringen auch jene, die Verkehrszeichen nicht kennen oder nicht beachten wollen, zum Stehen. Doch nein! In mühevoller Handarbeit wurden - offenbar von Gegnern dieser Mauern - die Schottersteine entfernt und das Bollwerk durchlässig.

Wir sind nicht gespannt auf eine weitere Eskalation. Die Radler und viele Scater, Jogger, Spaziergänger usw. erwarten, dass der Weg schnell repariert wird. An vielen Stellen sind viel umfangreichere Schäden des Sommerhochwasser 2013 längst behoben! Hier hat sich seit Monaten nichts getan!

Bernd Rößiger

28.04.2014: Wahlprüfsteine

Fünf Fragen sandte der ADFC Chemnitz an Parteien und Verbände, die für die kommende Kommunalwahl kandidieren: CDU, SPD, Linke, FDP, Grüne, VOSI und Piraten. Fünf Fragen, bei denen wir um kurze Antworten mit maximal 1500 Zeichen baten. Fragen, wie sie in jedem Wählerforum gestellt werden können - nur dass dort vielleicht weniger Leute von den Antworten Kenntnis nehmen.

Die Antworten, die uns bis heute erreichten, haben wir in der Reihenfolge des Eingangs in einer Tabelle zusammengestellt. Sicher ist der Radverkehr nur ein Teil der politischen Arbeit, was sich auch in der unterschiedlichen Tiefe der Antworten zeigt - eine völlig ausbleibende Antwort sendet aber ein dramatisches Signal!

Anworten erhielten wir von den Grünen, AfD, den Piraten und der Linken. Diesen sei für dieses Zeichen ihres Engagements an dieser Stelle gedankt!

Update: (29. 4. 2014) Auch von der CDU sind inzwischen Antworten eingegangen.

Update: (16. 5. 2014) Die Anworten der SPD hatten uns aus unbekannten Gründen nicht erreicht und wurden ein weiteres Mal geschickt.

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15.04.2014: Toller Auftakt

Zahlreiche Radler folgten unserere Einladung zum Start in den Frühling! Danke für Euere Begeisterung! Wir haben die Stimmung in Bildern eingefangen - seht selbst!

01.04.2014: Tandemtouren in Chemnitz

Auch dieses Jahr wird es wieder einige Tandemtouren und -veranstaltungen in Chemnitz geben.

Freitag, 11.4.2014: Tandem-Schnuppertag
  Wer noch nie oder sehr lange nicht mehr Tandem gefahren oder uns vielleicht auch nur kennenlernen möchte, ob es etwas für ihn oder sie ist, mit uns auf das Tandem zu steigen, kann mit uns am Freitag, den 11. 4. 2014  im Gelände in der Flemmingstraße eine Runde fahren. Wir halten zwischen 16:00 Uhr und 18:30 Uhr die Räder bereit. Wenn Ihr Euch meldet ist es schön, aber bei dem Schnuppertag, anders als bei den Touren geht es auch spontan.
  Treffpunkt: Flemmingstr. 8 Haus 38, 09116 Chemnitz.

  Samstag, 12.4.2014: Frühjahrstour
  Am Samstag den 12.4.2014 machen wir dann eine Tour. Wir treffen uns wie gewohnt um 9:30 Uhr und starten dann um 10:00 Uhr  zu einer kleinen Tour in den Frühling. Sie wird wie auch in den anderen Jahren die kürzeste Tour dieses Jahr sein. Bitte meldet Euch bis zum Montag,  den 7. April, verbindlich an, damit jeder Heizer auch einen Piloten  abbekommt. Auch Neueinsteiger sind wie immer herzlich willkommen.

  Sonntag, 4.5.2014: Zschopau-Tour
  Wir fahren noch einmal zur Zschopau, aber diesmal auf dem Verbindungsradweg zwischen Chemnitz und Zschopau

  Samstag, 21.6.2014: Grilltour
  Noch ist nicht entschieden, ob wir während oder nach der Tour grillen, aber dass wir an diesem Tag durch Reichenhain fahren steht schon fest.

  Sonntag, 13.7.2014: Taurastein-Tour
   Wir waren noch nie in Burgstädt, an diesem Tag geht es zum Taurastein.

  Zu den Veranstaltungen, bis auf den Schnuppertag, ist eine Anmeldung erforderlich, damit wir genauso viele Piloten wie Heizer und Tandems haben.

  Wer Fragen hat oder sich anmelden möchte, kann einfach an wiedemann@tandem-chemnitz.de schreiben.
Uwe Wiedemann

Uwe Wiedemann

28.03.2014: Tourenprogramm online

Das Tourenprogramm 2014 des Chemnitzer ADFC ist online. In Kürze sind die Hefte mit der Jahresübersicht auch in Fahrradgeschäften, Ämtern und unserer Geschäftsstelle erhältlich. Die erste Tour startet ab 12. April um 14.00 Uhr am Saxoniabrunnen (Johannisplatz) und führt über rund 30 Kilometer über Nebenstraßen, Rad-, Feld- und Waldwege. Wir hoffen auf frühlingshaftes Wetter und erkunden das nahe Umfeld unserer Heimatstadt. Anschließend finden wir uns bei einer geselligen Runde in einer Gaststätte zusammen und tauschen uns über die großen und kleinen Radtourenpläne des Jahres aus. Auch dort werden gedruckte Programme verteilt.

Ralph Sontag

02.02.2014: Chemnitztalradweg wird verlängert

Die Freie Presse meldet:
Chemnitztalradweg darf bis Claußnitz verlängert werden
Die Landesdirektion hat die Pläne für einen weiteren Abschnitt der Strecke genehmigt. Der Baubeginn ist jedoch noch offen.

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Freie Presse

21.01.2014: Verkehrsministerium legt Entwurf einer neuen Radverkehrskonzeption vor

Das Sächsische Verkehrsministerium hat den Landkreisen, kreisfreien Städten und dem Landestourismusverband Sachsen den Entwurf der neuen Radverkehrskonzeption zur abschließenden Stellungnahme zugeleitet. Die Radverkehrskonzeption ist eine Fortschreibung der Konzeption von 2005, setzt aber neue Akzente. Festgeschriebenes Ziel der künftigen Radverkehrspolitik ist die weitere Förderung und Stärkung des Radverkehrs sowie des Fahrradtourismus (SachsenNetz Rad) als bedeutsamem Wirtschaftsfaktor in den Landkreisen und Gemeinden.

„Wir machen den Radverkehr sicherer, serviceorientierter und sorgen für eine bessere Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln” fasst Verkehrsstaatssekretär Roland Werner die Vorzüge der neuen Konzeption zusammen. Das sächsische Verkehrsministerium möchte die Öffentlichkeit frühzeitig in diesen Prozess einbeziehen. Bis zum 17. Februar 2014 können Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange einschließlich aller Gemeinden in Sachsen zu den Vorhaben Stellung nehmen.

Den Textentwurf zur Radverkehrskonzeption finden Sie unter: www.radverkehr.sachsen.de sowie www.facebook.com/smwa.sachsen